Glaube an dich selbst

Betrachtet man den Werdegang erfolgreicher Menschen, so haben sie, unabhängig von ihrer Ausbildung und Herkunft, eines gemeinsam: den Glauben an sich selbst. Dank diesem gelingt es ihnen, ihre Ziele umzusetzen und genau das zu erreichen, was sie sich vorgenommen haben.

 

Die Fähigkeit, an sich selbst zu glauben, wirkt wie ein Katalysator für die eigenen Bemühungen. Sie ist sozusagen ein Verstärker in allem, was man tut.

 

Dabei ist sie nicht gottgegeben und entwickelt sich im Laufe des Lebens durch anerzogene Glaubenssätze, eigene Erfahrungen und Fokussierung auf das eigene Ich. Persönliche Charakteristika und Einstellungen können dabei helfen, einen gesunden Glauben an sich selbst zu entwickeln. Ebenfalls kannst du durch gezielte Persönlichkeitsentwicklung den Glauben an dich selbst stärken.

 

Im Nachfolgenden verraten wir dir, wie du dich auf diese spannende Reise begeben kannst und welche Strategien bewirken, dass dein Glaube an dich unerschütterlich wird.

 

BEFREI DICH VON NEGATIVEN GLAUBENSSÄTZEN

 

Zunächst muss geklärt werden: Was sind Glaubenssätze?

 

Vereinfacht gesagt sind das Dinge, die du immer wieder gesagt bekommen und irgendwann für dich selbst einfach als Wahrheit verinnerlicht hast. Wie du dir denken kannst, entstehen die meisten Glaubenssätze in der Kindheit, da du als Kind am meisten beeinflusst werden kannst. Diverse Personen in deinem Umfeld (Eltern, Großeltern, etc.) haben dich geprägt und dein Bild von dir selbst geformt.

 

Deine Aufgabe ist es nun, die Dinge, die du zu hören bekommen hast, zu hinterfragen und dich davon zu lösen. Deine Mutter hat dir vermittelt, du seist nicht kreativ genug? Dann hatte sie vielleicht nur eine andere Vorstellung von Kreativität oder nicht das finanzielle Budget zur Verfügung, dich in dieser Hinsicht adäquat zu fördern. Dein Lehrer hat dich im Glauben gelassen, du seist nicht gut genug in manchen Disziplinen und deshalb würde aus dir nichts werden? Als erwachsener Mensch wirst du erkennen, wie falsch diese Haltungen waren, wenn du dich intensiv damit auseinander setzt. Du kannst sie ablegen, indem du das Gegenteil beweist oder einfach in dich hinein hörst. Was du kannst und was nicht, und wer dir dabei helfen kann oder nur im Weg steht, weißt du selbst schließlich am besten. Wissen ist Macht!

 

POSITIVES FEEDBACK SAMMELN UND WERTSCHÄTZEN

 

Jeder Mensch hat unschlagbare Stärken, man verliert sie nur manchmal aus den Augen, wenn die eigenen Schwächen vom Umfeld oder Mitmenschen wieder einmal extrem gespiegelt wurden. Daher ist es wichtig, dass du dir gezielt Feedback zu deinen positiven Seiten holst und dieses verinnerlichst. Glaube an dich selbst und frag zum Beispiel deine Freunde, was sie an dir schätzen. Am besten ist es, wenn du dir die Dinge aufschreibst. So kannst du übrigens auch mit Komplimenten umgehen, die du zu deiner Person bekommst. Schreib sie dir auf und lies sie bei Gelegenheit noch einmal durch. Dein Selbstbild wird sich zum Positiven hin verändern, weil du erkennst, dass du mehr wertvolle Eigenschaften besitzt, als dein innerer Kritiker oder Personen von außen dir kaputt reden können. Positives Feedback zu sammeln macht zudem Spaß und ist eine schöne Gelegenheit, wieder bewusst mit denjenigen Menschen in Kontakt zu kommen, die hinter dir stehen und dich unterstützen.

 

ERSETZE DEN INNEREN KRITIKER DURCH DEN CHEERLEADER

 

Wer kennt ihn nicht, den Trend aus Amerika: Fröhliche Mädchen in Glitzeroutfit jubeln ihrer Sportmannschaft zu und feuern sie an, um sie zu sportlichen Höchstleistungen anzuspornen. Und wer kennt sie nicht, diese innere Stimme, die sich im Leben immer heimlich dazu schaltet und uns allerhand negative Dinge zuflüstert?

 

Regelmäßig lassen wir es zu, dass uns der innere Kritiker den Mut und den Glauben an uns selbst nimmt. Wie wäre es, wenn du nun einfach den inneren Kritiker durch einen inneren Cheerleader ersetzt? Du kannst ganz bewusst steuern, was du denkst und ihn daher zum Schweigen bringen. Besser noch: Ersetze ihn durch eine positive Stimme, die gut zu dir ist und dich in allem bestärkt, was du dir vornimmst. Wenn es dir am Anfang schwer fällt, die selbstkritische Seite auszuschalten, so frage dich einfach, welche die gegenteilige Sichtweise wäre von dem, was dir gerade durch den Kopf geschossen ist. Mit diesem einfachen Trick wirst du es in jeder Situation schaffen, entmutigende Gedanken in beflügelnde Energie umzuwandeln. Und schon überwiegt der Glaube an dich selbst.

 

AKZEPTIERE DICH SO WIE DU BIST

 

Wenn du deinen Glauben an dich selbst stärken möchtest, solltest du dich so akzeptieren, wie du bist. Viele Menschen haben ein Problem mit Minderwertigkeitsgefühlen, weil sie nie gelernt haben, sich so zu anzunehmen, wie sie sind – mit all ihren Fehlern, Schwächen und Eigenarten. Diese gehören zu einer jeden Persönlichkeit hinzu und sollten nicht von sich gestoßen werden.

 

Du kannst dir den Weg zu deinen Zielen sehr viel leichter machen, indem du deine Schwächen akzeptierst und nicht mehr dagegen ankämpfst, dass sie ein Teil von dir sind. Lerne loszulassen und dich nicht über sie zu definieren. Wenn dich eine Eigenschaft an dir dennoch extrem stören sollte, hast du immer noch die Chance, daran zu arbeiten und sie ins Positive zu kehren. Das geht jedoch nur dann, wenn du sie als Teil deines eigenen Ichs bereits akzeptiert hast.

 

TU GUTES FÜR ANDERE

 

Es gibt noch einen weiteren, tollen Weg, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Du kannst anfangen, dich um andere Menschen zu kümmern. Vielleicht gibt es in deinem Umfeld die Möglichkeit, einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachzugehen oder Nachbarschaftshilfe anzubieten. Wenn du anderen eine Freude machst und etwas gibst, wirst du auch etwas zurückbekommen. Schon bald wirst du merken, wie gut es dem eigenen Selbstwertgefühl tut, gebraucht zu werden. Du erfährst, dass du wichtig bist und kannst anderen eine Größe sein, auf die sie sich verlassen können. Wenn es dir gelingt, das für Mitmenschen zu sein, dann kannst du es auch für dich selbst sein. Der Glaube an dich wird wachsen und niemand kann dir mehr glaubhaft machen, du seist nicht wertvoll oder wichtig. Freiwilliges Engagement zahlt sich immer aus.

 

KLEINE SCHRITTE GEHEN

 

Experten geben Menschen in Krisen oft den Tipp, kleine Schritte zu gehen, um sich dadurch selbst wieder aufzurichten. Der Glaube an dich hat zwar nichts mit einer Krise zu tun, jedoch ist es dennoch ein wertvoller Tipp, den du für dich selbst übernehmen kannst.

 

Du hast Ziele und Träume, an die du glauben willst? Du weißt, was du erreichen möchtest, aber deine inneren Zweifel halten dich davon ab?

 

Dann kannst du sie ganz einfach austricksen, indem du dir kleine Meilensteine setzt und deine To-Do-Liste nicht überforderst. Nimm dir nicht zu viel, sondern das Richtige vor, und gehe einen Schritt nach dem anderen. Lass deinen Glauben an dich selbst wachsen, indem du geduldig und beständig vorgehst. Wenn du beispielsweise abnehmen möchtest, macht es keinen Sinn, sich auf das Endgewicht zu fokussieren. Behalte die nächsten Kilos im Blick, die du verlieren möchtest, nicht die gesamte Summe.

 

Du solltest jeden Meilenstein, den du dabei schaffst, ein wenig feiern. Jeder Schritt in die richtige Richtung stärkt den Glauben an dich selbst ein bisschen mehr. So bleibst du dauerhaft motiviert und erreichst dein Ziel, weil du stetig Fortschritt erkennst. Kontinuität betrügt dich nicht!

 

ORIENTIERE DICH AN DENEN, DIE DIR HELFEN

 

Menschen mit unerschütterlichem Glaube an sich selbst hatten auf ihrem Lebensweg häufig einen Mentor, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand. Ein Mentor übernimmt die Rolle einer Begleitperson im Leben, welche ihren Schützling mit Worten und Erfahrung bestätigt sowie stärkt. Das kann beispielsweise ein älterer Arbeitskollege, Lehrer oder Freund sein.

 

Die Orientierung an wegweisenden Personen kannst du umsetzen, indem du dir auf Youtube Videos von Trainern anschaust, die sich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen. Du wirst viel wertvollen Inhalt finden, von dem du dir das Beste für dich als Person herausziehen und anhand dessen du deinen Glauben an dich selbst weiter stärken kannst.

 

Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern sogar empfehlenswert, wenn man Halt und Orientierung bei anderen Menschen sucht. Denn damit verbunden ist immer die Chance, Neues zu lernen, persönlich zu wachsen und die eigenen Stärken weiter auszubauen.



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